• Pfarrer Georg

4.FS: Liebe lässt uns mehr sehen


Von den sieben Zeichen im Johannes-Evangelium ist eines davon die Heilung des Blindgeborenen. Durch jedes dieser Zeichen soll etwas von der Herrlichkeit Gottes erfahrbar werden, etwas was an der Oberfläche des normalen Alltags nicht sofort erkennbar ist, für das wir noch blind sind.


Gottes Herrlichkeit wird in Jesus sichtbar: es ist die Liebe, in der Gottes Macht besteht; es ist das Licht, das alle Finsternis erhellen will.


Schauen wir uns das Evangelium vom 4. Fastensonntag näher an:

· Da macht Jesus einen Schritt auf den Blindgeborenen zu und berührt ihn mit einer Arznei – einem Gemisch von Speichel und Staub.

· Dann fordert er ihn auf, selbst auch etwas für seine Heilung zu tun: nämlich in den Teich Schiloach einzutauchen.

· Schließlich braucht es als drittes noch das deutende Wort Jesu, das dem Sehend-Gewordenen auch hilft, zu verstehen, was er sieht: nämlich den Gesandten Gottes, den Messias.


Wir alle können uns als Blindgeborene betrachten. Erst im Lauf unseres Lebens kann uns durch geschenkte Zuwendung und Berührung mehr von der Tiefe des Lebens aufleuchten.

Das Eintauchen in den See ist für mich das Ja sagen zu unserem ganzen Leben. Denn Gott spricht durch unsere Wirklichkeit zu uns.

Es braucht dann noch das verkündende Wort, das uns den tieferen Sinn unserer Erfahrung erschließt.


Auch das Eintauchen in die jetzige Krisen-Zeit macht uns vieles bewusst, was wir vorher so nicht gesehen haben: dass wir zerbrechlich sind, dass wir aufeinander angewiesen sind, dass wir die Welt nicht im Griff haben….

Das deutende Wort von Jesus könnte sein: „Fürchtet euch nicht, ich bin mit meiner Liebe bei euch. Ich werde euch in eurem Alltag vorangehen. In meiner Liebe könnt ihr neu werden, in ihrem Licht werdet ihr neu sehen lernen.“

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für Texte & Inhalt verantwortlich: Mag. Georg Fröschl

Laurentiusplatz 2, 1140 Wien, Pfarrer der Pfarre Breitensee

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