• Georg Fröschl

Heute kann sich erfüllen...



Das Evangelium vom 4. Sonntag im Jahreskreis schildert uns eine Begebenheit aus der Synagoge in Nazareth. Jesus liest dort aus der Heiligen Schrift und spricht dazu. Zunächst applaudieren die Leute und spenden Beifall – wahrscheinlich spüren die Leute: da spricht einer aus dem Herzen.


Doch die Szene erfährt eine Wendung. Die Sympathie kippt in Skepsis und Abneigung. Der Grund: Jesu Rede wird konkret. „Heute hat sich das Schriftwort erfüllt!“ Die Leute merken: Da sind wir alle gemeint, angefragt und herausgefordert!


Skepsis kommt auf. Einer stellt die Frage: „Ist das nicht der Sohn Josefs?“ Kann das überhaupt sein, dass einer, den wir kennen, zu uns so spricht?

Und schon beginnen die Menschen zu zweifeln. Ihr Herz verschließt sich und ihr Kopf sucht Argumente für das, was sie nicht zu glauben bereit sind.


Das ist in der Geschichte Israels immer wieder passiert. Gott konnte dort nicht wirken, wo er nicht ersehnt und erwartet wurde, beziehungsweise wo er schon zu selbstverständlich geworden ist.

Aber unter den Fremden, wo man Gott mit offenen Herzen begegnet ist, da konnten Wunder geschehen.


Das heutige Evangelium möchte uns warnen, in unseren eigenen festgefahrenen Gewohnheiten und Vorurteilen stecken zu bleiben: Gott kann hier und heute, durch dich wirken.

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