• Georg Fröschl

Ich bet für dich...

Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, wenn es möglich ist, einmal am Tag – meist am Morgen - für bestimmte Menschen zu beten:

  • da sind zunächst die, denen ich mich verdanke: von den Eltern angefangen bis hin zum Urknall - da zähle ich aber nicht alle auf ;-)

  • dann denke ich an jene, für dich ich selbst Verantwortung übernommen habe: zB. in den Bereichen meiner pastoralen Aufgaben

  • schließlich bete ich für die, die mich freundschaftlich begleiten


Im heutigen Evangelium geht es auch um ein Gebet; wir hören einen Abschnitt aus dem sogenannten Hohepriesterlichen Gebet Jesu: wo Jesus für alle, die ihm anvertraut sind, betet. Interessant für mich ist, was Jesus erbittet.


Die erste Bitte lautet: Vater, bewahre sie in deinem Namen, damit sie eins sind wie wir!

Da geht es Jesus um eine Einheit, die ihre Kraft vom Ursprung her bezieht. Es geht nicht um oberflächliche Gleichmacherei, sondern um eine Gemeinschaft, die von der Liebe zusammengehalten wird. So wie ein Wiesenblumenstrauß seine bunte Vielfalt nur dann lebendig präsentieren kann, wenn er im Wasser der Vase zusammenhalten wird.


Die zweite Bitte lautet: Vater, ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst.

Damit wird die unfertige Welt als Lebensraum akzeptiert. Weder Unvollkommenheit, noch Leid oder Tod können uns von Gott trennen, sondern nur, wenn wir uns selber in böser Absicht von der Liebe entfernen. Darum bittet Jesus: bewahre sie vor dem Bösen – man könnte auch sagen: erhalte ihre Sehnsucht nach der Liebe.


Ich lade euch ein:

Empfehlen wir einander immer wieder der Liebe Gottes, wenn wir füreinander beten.

Schauen wir die Menschen, für die wir beten, mit den Augen der Liebe an.

Tun wir dies mit dem großen Vertrauen, das auch im Gebet Jesu zum Vater spürbar ist.

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