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Liebe als persönliche Entscheidung

  • Autorenbild: Georg Fröschl
    Georg Fröschl
  • 27. Juni
  • 1 Min. Lesezeit

Wer Vater und Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert.“

Dieser Satz von Jesus klingt hart. Er irritiert. Und vielleicht genau deshalb bleibt er hängen.

Jesus spricht hier nicht gegen die Liebe zu den Eltern. Er spricht von einer Liebe, die noch tiefer geht.

Denn Liebe hat viele Formen. Es ist leicht, das zu lieben, was schön ist, was uns guttut, was uns nahe ist. Aber es ist viel schwerer, dort zu lieben, wo es anstrengend wird. Wo ein Mensch krank ist, schwach ist oder nichts zurückgeben kann.

Dann ist Liebe nicht nur ein Gefühl. Dann wird Liebe zu einer Entscheidung.

Und genau zu so einer Liebe lädt Jesus ein.

Wenn er sagt, dass die Liebe zu ihm größer sein soll als selbst die Liebe zu Vater und Mutter, dann meint er eine Liebe, die tiefer reicht als die Emotion. Elternliebe gehört gewissermaßen zu unserer Natur.

Die Christus-Liebe ist mehr. Sie hat keine Garantien. Sie kann nichts festhalten. Sie lebt aus Vertrauen. Aus Sehnsucht. Aus der inneren Gewissheit, dass da einer ist, der uns ruft - und dass es sich lohnt, diesem Ruf zu folgen.

Wer so liebt, wird selbst zum Zeichen von Gottes Liebe in dieser Welt.

Jesus sagt diesen Satz so scharf, weil er uns wachrütteln will. Denn diese Liebe fällt nicht einfach vom Himmel. Sie ist ein Schatz - aber ein Schatz, den wir heben müssen.

So eine Liebe wünsche ich uns: eine Liebe, die trägt, wenn es schwer wird, eine Liebe, die bleibt, wenn nichts zurückkommt, eine Liebe, die Gottes Herz sichtbar macht.

eine Liebe, die nicht nur wärmt, sondern verwandelt.

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