• Georg Fröschl

Persönlicher Erntedank

Ich erinnere mich an einen Spaziergang im Klostergarten während einer meiner Exerzitien. Der Übungsauftrag des Leiters lautete: „Schau einmal auf dein Leben - mit dem Blick der Dankbarkeit: Wem gegenüber fühlst du Dankbarkeit?“


Zuerst sind mir meine Eltern eingefallen, dann meine Geschwister; und nachher die Großeltern, und deren Eltern und wiederum deren Eltern...; ich war überwältigt von dem Gedanken, dass das "unendlich weit" in die Tiefe der Zeit reicht.

Dann hat sich mein dankbarer Blick allen Freundinnen und Freunden zugewendet – auch hier schien es fast kein Ende zu geben….

Dann habe ich an jene gedacht, die zB. meine Kleider hergestellt haben, die für mein Essen sorgen, die mich ausgebildet haben, die mich künstlerisch beeinflusst haben….

Auch Menschen, die mich herausgefordert haben, durch die ich gereift bin, sind mir in den Sinn gekommen…


Kurz gesagt: die Dankbarkeit ist in mir angewachsen und hat mich warm durchströmt und erfüllt. Dadurch hat sich auch mein Blickwinkel auf mein Leben verändert: nicht so sehr, was ich geleistet und geschafft habe, war im Vordergrund, sondern all das, was mir geschenkt und anvertraut wurde und wird: und das ist sehr sehr viel!

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