• Pfarrer Georg

Symbole der Osternacht


Die Osternacht ist eine Erinnerungsnacht:

In einem großen Bogen vergegenwärtigt sich die Kirche das Wirken Gottes:

von der Erschaffung der Welt bis hin zur Auferstehung.

LICHT

Das erste Schöpfungswort im Buch Genesis lautet: Es werde Licht.

Licht ist also das innerste Wesen der Schöpfung: Licht, das in uns allen leuchtet, auch wenn es bei uns noch durch vieles verdeckt wird. In seiner Fülle ist dieses Licht in Jesus aufgestrahlt: durch seine Liebe leuchtet es - über den Tod hinaus.

Dafür steht dieses Osterlicht. Die Finsternis kann das Licht nicht mehr besiegen.

WORT

Gott schafft durch das Wort. Gottes Schöpfung ist also Gespräch, ist Beziehung. Es gibt nichts ohne diese Beziehung. - Die moderne Physik weiß auch, dass die Wirklichkeit ein lebendiges, vieldimensionales Gewebe ist, in dem alles mit allem verbunden ist: die Elemente im Makro u Mikrokosmos tanzen miteinander.

Die Bibel erzählt in vielfacher Weise von Beziehung Gottes mit seiner Schöpfung, von der Geschichte Gottes mit den Menschen. Sie berichtet von der Absicht Gottes: vom guten Beginn, von der Befreiung aus der Sklaverei, von der Ermutigung und Ermahnung unterwegs durch die Propheten bis hin zu Jesus, der den Willen Gottes zuinnerst verkörpert und lebt.

So wird uns die Bibel zu einer Art Landkarte für unser Leben, für unseren Glauben und unsere Hoffnung.

WASSER

Es erinnert an die Rettung aus der Flut, an den Durchzug durch das rote Meer, an das Wasser aus dem Felsen in der Wüste und an das Wasser der Taufe.

Wasser ist ein Symbol für unseren Lebensraum, den wir wachsend durchschreiten - zu immer mehr Freiheit. Der erste Lebensraum eines Babys ist das Fruchtwasser, dann aber bildet die Familie das Fruchtwasser und der Lebensraum wird Schritt um Schritt größer.

Als Jesus bei seiner Taufe aus dem Wasser stieg, öffnete sich der Himmel und eine Stimme rief: "Das ist mein geliebter Sohn."

So ist unsere Taufe - und eigentlich jedes andere Sakrament auch - ein Liebes-Zeichen Gottes an uns – eine Erinnerung wie ein Post-it mit Herz auf der Kühlschranktür.

MAHL

Jesus hat oft mit Leuten gemeinsam gegessen und auch das Himmelreich mit einem Mahl verglichen. In der Nacht vor seinem Tod hat er beim Sedermahl mit Männern, Frauen das Brot und den Segensbecher neu gedeutet: "Das bin ich – für euch." und "Tut dies zu meinem Gedächtnis." - Werdet auch ihr füreinander Brot, das stärkt, und Wein der erfreut.

Deswegen werden auch zu Ostern die Speisen gesegnet.

Ich wünsche euch frohe Ostern! - Ostern als wohltuende Überraschung, so wie uns das Aufblühen der Knospen an den Bäumen erfreut.

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für Texte & Inhalt verantwortlich: Mag. Georg Fröschl

Laurentiusplatz 2, 1140 Wien, Pfarrer der Pfarre Breitensee

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