• Georg Fröschl

Wie hältst du's mit dem Glauben?


Irgendetwas glaubt jeder, sagt man. - Auch Nicht-religiöse Menschen glauben: zum Beispiel an ihre Ideen, an Natur-Kräfte, an Herzensmenschen oder an das Gute. -

Doch was ist eigentlich mit Glauben gemeint? Da je nach Alter und Kultur der Glaube sehr unterschiedlich gelebt wird, stellt sich die Frage: gibt es einen kleinsten gemeinsamen Nenner, mit dem das Phänomen Glaube beschrieben werden kann?

Ich habe für mich eine mögliche Definition gefunden: „Glauben ist das Zulassen einer unsichtbaren, größeren Kraft; was auch immer diese Kraft sein mag; ich öffne mich also bewusst für etwas, das mehr ist als ich; Auch wenn ich es nicht begreifen kann, ich lasse mich davon ergreifen und verwandeln.

Nehmen wir einen Vergleich für "diese Verbundenheit" aus der Technikwelt:

Ein Computer, der weder am Strom noch ans Internet angeschlossen ist, kann nichts bewirken. Doch wenn er Strom hat und mit dem Internet verbunden ist, kann der PC unheimlich viel leisten. - Das könnte ein Bild für einen glaubenden Menschen sein.

Auf personaler Ebene ist es nämlich ähnlich:

ein Individuum allein richtet nicht viel aus, doch wenn es mit anderen verbunden ist und sich inspirieren lässt von Ideen und Erfahrungen, dann kann es sehr reich und wirksam werden.

Genauso ist es mit der Beziehung zu Gott:

Wenn wir Gottes Liebe in uns einlassen, dann können wir damit wirklich Berge versetzen: Berge der Schuld abtragen, Menschen aufbauen usw.

Zwei biblische Personen verdeutlichen das, was ich meine:

Abraham: er lässt sich vom Ruf ins Neue inspirieren. Er zieht weg aus dem Bekannten, hinein ins Verheißene. Im Gehen und Tun wird die Verheißung Wirklichkeit.

Ohne seine Glaubens-Entscheidung wäre er wie ein Samenkorn, das nicht in die Erde gelegt wird.

Maria: sie bezeichnet sich selbst als Magd. Doch sie nimmt die Botschaft Gottes vertrauend in ihr Leben auf, obwohl sie diese nicht fassen kann. Und das Zugesagte wird durch sie Wirklichkeit, bekommt Hand und Fuß. Aus der kleinen Eizelle wächst Jesus heran, dessen Wirkradius Raum und Zeit überschreitet.


Der Anfang des Glaubens ist also oft nur eine kleine Entscheidung – wie ein Senfkorn groß. Was daraus aber wächst, kann sehr weit reichen.




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