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Gott lädt ein

Autorenbild: Georg Fröschl
Georg Fröschl
vor 3 Tagen
2 Min. Lesezeit

Im Spital habe ich mich auf eines immer gefreut: aufs Essen.

Frühstück, Mittagessen und Nachtmahl: es waren kleine Höhepunkte am Tag.

Essen ist für mich überhaupt etwas Schönes. Und noch schöner ist es, gemeinsam zu essen. Das habe ich schon als Kind so erlebt.

 

Heute erfahre ich das in unserer Bibelrunde. Zuerst lesen wir einen Bibeltext. Dann essen wir miteinander. Der Tisch ist reich gedeckt, mit erlesenen Köstlichkeiten.

 

Genau dieses Gefühl steigt in mir auf, wenn ich die erste Lesung vom 28. So höre. Der Prophet Jesaja spricht von einem Festmahl auf dem Zionsberg. Gott deckt den Tisch. Er lädt ein. Alle Völker sind geladen. Er will, dass seine Schöpfung an seiner Freude teilhaben kann. – Und Jesaja sagt: das geschieht am Ende der Tage. Ich füge hinzu: Es beginnt schon jetzt. Hier. Heute.

 

Die Frage ist: Nehmen wir wahr, was Gott uns auftischt?

 

Diese Frage führt uns zum Gleichnis Jesu im Evangelium. Ein König lädt zur Hochzeit seines Sohnes. Doch die Geladenen winken ab. Sie haben anderes zu tun. Da öffnet der König die Tür weit. Die Armen kommen. Die Mittellosen. Menschen von der Landstraße. Alle sind eingeladen.

Das öffnet uns die Augen für die Großzügigkeit Gottes. Er will uns an seiner Freude teilhaben lassen.

 

Und wieder die Frage: Sehen wir Gottes Großzügigkeit? Fühlen wir uns als Eingeladene? Ich möchte diese Frage auf eine ganz konkrete Frage zuspitzen: Was nährt mich?

 

Mir fallen da drei Dinge ein.

Erstens: die Kleinigkeiten. Die Farben eines Matchbox-Autos. Ein Schlager aus der Jugendzeit. Der Duft von Holz im Wald. ….

Zweitens: die Unterbrechungen. wenn ich meine Gedanken pausieren kann, einfach in die Luft schaue, meine Arbeit unterbreche und einfach da bin….

Drittens: das Miteinander. Jeden Sonntagmorgen freue ich mich auf meine Gemeinde. Ich freue mich auf die Menschen, denen ich begegne. Ich freue mich, dass so viele Menschen in mein Leben wirken und mit mir verbunden sind.  

 

All das ist sind Spuren-Elemente jener Hochzeits-Freude dies Königs, die er mit mir teilen will. Ich fühle mich eingeladen und möchte dankbar annehmen.

Und: Was nährt dich?



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