• Georg Fröschl

Im Klostergarten


Mildes Abendlicht erhellt meinen Platz in einer Holzlaube.

Davor hütet eine alte Linde das ihr Anvertraute.

Vögel loben einfach drauf los.

Im goldenen Sonnenlicht tummeln sich Insekten.

Auch Spinnen haben ihre Daseinsberechtigung.

Soeben betreten eine Ameise und eine winzige grüne Spinne meinen Schreibblock – herzlich willkommen. Doch sie haben scheinbar keine Lust auf viele Worte und verabschieden sich wieder in unterschiedliche Richtungen.

Die Nachbarwiese duftet vom geschnittenen Gras.

Die Schatten von Sträuchern darauf werden immer länger.

Alles summt, tönt, lebt miteinander – ohne verordnete Regeln.

Ich empfinde Frieden.

Ja, alles hier im Klostergarten strahlt Ruhe aus.

Langsam komme ich in mir an.

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