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  • AutorenbildGeorg Fröschl

Leidenschaft für Gott



Wo verspürst du das Gefühl von Leidenschaft? Kennst du Situationen, wo du begeistert bist, wo du bereit bist, alles zu geben, gerne Zeit investierst? Das kann einen Menschen betreffen, den du liebst, eine Sache, die dich fasziniert, Dinge die du sammelst, ein Hobby, dass dich erfüllt oder eine Arbeit, in der du ganz versinkst.

Um so eine Leidenschaft geht es auch im Evangelium des 17. Sonntags im Jahreskreis.

Herzlich willkommen.


Hier spricht Jesus in Vergleichen über das Himmelreich.

Unserer Vorstellung von Himmel ist oft blutleer und fad, doch für Jesus ist es das gar nicht; er vergleicht den Himmel mit einem Schatz, den ein Mann in einem Acker entdeckt, daraufhin den ganzen Acker kauft, um an den Schatz zu kommen. Und weiters vergleicht Jesus das Himmelreich mit einem Kaufmann, der eine besonders schöne Perle finde, alles verkauft, um diese eine schöne Perlich zu erstehen.


Wenn ich daran denke, wie viele Menschen heute die Kirche und ihre Botschaft sehen, dann merke ich da wenig von dieser Leidenschaft, von der das Evangelium spricht. Besonders für junge Menschen ist der Glaubensschatz das Gegenteil einer wertvollen Perle, für dich man alles einsetzt.


Die Mystikerin Madeleine Delbrel, die in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts gelebt hat, hat schon zu ihrer Zeit betrübt festgestellt: Das Evangelium ist für uns keine Neuigkeit mehr… Und der lebendige Gott ist kein umwerfendes Glück mehr. Wenn wir von Gott reden, bereden wir eine Idee. Wir verkünden ihn nicht mehr wie das Leben allen Lebens…


Mein Anliegen ist es, dass wir Gott wieder als sprudelnde Lebensquelle in uns und unseren Gemeinschaften entdecken. Und bei dieser Entdeckungsreise könnten uns jene Erfahrungen helfen, wo wir Leidenschaft gespürt haben.

Fragen wir uns: Was berührt mich? Was zieht mich an und macht mich glücklich? Wo halte ich mich gerne auf? Wo fühle ich mich innerlich wohl?


Auch wenn wir auf diese Fragen nur eine Ahnung als Antwort spüren, dann sind wir schon auf dem Weg zu unserem Seelengrund. Denn dort finden wir den lebendigen Gott, der nicht nur in uns wohnt, sondern auch zur Kreativität und Liebe befähigt.


Ich wünsche uns, dass wir diesen lebendigen Schatz in unserem Leben finden, und dass wir das Erlebte dann miteinander teilen - wie ein herrliches Gericht, das wir unbedingt mit unseren Freunden verkosten wollen.

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