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  • AutorenbildGeorg Fröschl

Sprechendes Bild

Vor kurzem besuchte ich meine Mutti und blieb über Nacht. Ich genoss es, länger zu schlafen und frühstückte dann erst später. Meine Mutti war inzwischen beim Morgen-Gottesdienst und ich durfte mich an den gedeckten Tisch setzen.

Da fiel mein Blick auf das Bild von meinem Vati, der vor zwei Jahren gestorben ist. Er sah mich mit seinen blauen Augen an und es war mir, als sei er lebendig.

In diesem Moment dachte ich an vieles, was er für unsere Familie getan hatte, worum er sich bemühte und einsetzte. Mir wurde bewusst, dass ich so viel von ihm bekommen habe.

Da drängte es mich, zu ihm gewendet zu sagen: „Vati, ich sitze jetzt in dem Haus, das du gebaut hast. Ich genieße es, ohne dafür gearbeitet zu haben! Ich danke dir!“


Das Bild von ihm war der Anstoß für diese dankbare Einsicht.

Wir brauchen immer wieder kleine Anhaltspunkte, die uns in eine andere Weite führen. Diesmal war es das Foto, das zum Fenster in eine größere Welt wurde.


Diese kleinen Zeichen helfen mir, den großen Horizont des Lebens immer wieder wahrzunehmen...

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