• Georg Fröschl

Zum Fest Allerheiligen


Verbunden mit den Vorausgegangenen

Der November ist durch Dunkelheit und Nebel ein sehr mystischer Monat – irgendwer hat gesagt, dass in dieser Zeit der Vorhang zum Jenseits nur sehr dünn ist.

Das macht uns auf der einen Seite unsere eigene Zerbrechlichkeit bewusst, aber es lässt uns auch eine größere Nähe zu den Vorausgegangenen spüren.

Das Fest Allerheiligen macht uns bewusst: Wir sind mit unserem Leben und Glauben nicht allein. Wir schöpfen Kraft aus der Verbundenheit mit unseren Ahnen und allen Heiligen.


Offen für Zuwendung

Es geht am Allerheilgentag nicht um eine Leistungsschau der Frommen, denn die Heiligen waren nicht perfekt. Sie hatten Fehler und Kanten. Heilig sind sie, weil sie zu ihrer persönlichen Berufung gefunden haben. Darauf kommt es an.

Gott setzt uns sicher kein Limit, das wir zum Eintritt in den Himmel erbringen müssen. Himmel ist geschenkte Zuwendung – und die einzige Eintrittsbedingung ist, dass wir sie annehmen und teilen.


Hoffen auf die Kraft der Liebe

Wir sind es gewohnt, Ziele zu benennen und Strategien zu entwickeln, wie wir diese erreichen können.

Doch die Bibel sagt: Es ist noch nicht offenbar, was wir einmal sein werden. Aber wir dürfen hoffen: Denn wir werden sehen, wie groß die Liebe ist, und was sie alles vermag.

Und deshalb ist es uns aufgetragen, schon hier und jetzt – trotz allen Unheils - die Liebe zu leben. Wenn wir unsere Hoffnung auf sie setzten, heiligen wir uns schon jetzt.

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