• Pfarrer Georg

1.FS: Jesus und der Teufel


Unser Alltag ist von vielen Routinen bestimmt und bewegt sich oft wie auf unsichtbaren Schienen; an besonderen Wendepunkten aber sind bewusste Entscheidungen von uns gefordert. Wovon hängen unsere Entscheidungen ab? Beruhen sie auf übernommenen Werten aus der Kindheit, auf prägenden Erlebnissen, auf äußeren Einflüsterungen wie Nachrichten oder Sozialen Medien, die uns lenken?

Die Versuchungsszene des heutigen Evangeliums veranschaulicht in mythischer Erzählweise das innere Ringen in solchen Entscheidungsprozessen.

Als Hintergrund dient die Wüste. Hier ist Jesus ganz auf sich gestellt. Die Wüste ist sowohl ein Ort der Freiheit, als auch des Begrenzt-Seins. Hier zeigt sich, was der Mensch ist: Was ist im Menschen drin? Was bewegt ihn? Was ist ihm am wichtigsten? Was ist ihm möglich?


1. Aus Steinen Brot machen - Wovon lebt der Mensch?

Vieles können wir machen. Gott sei Dank. Aber leben wir nur von dem, was wir erzeugen? Gehört zu unserem Leben nicht auch vieles andere, was uns ohne unser Zutun geschenkt wird (zB. Zuneigung)? Ist nicht so vieles Schöne rund um uns Geschenk und spricht zu uns?


2. Vom Tempel springen - Was heißt Vertrauen?

Manche Situationen des Alltags machen uns unsere Grenzen bewusst: wir spüren unsere Kleinheit und Lebensangst. Wie gehen wir damit um? Kaschieren wir diese Angst mit blindem Glauben oder waghalsigen Mutproben?

Hier wird unser Vertrauen gefragt? Worauf vertrauen wir eigentlich?


3. Vergängliches anbeten – Worauf dürfen wir hoffen?

Beruf und persönliche Hobbys beanspruchen eine Menge an Kraft und Zeit. Wir investieren auch viel, um das Bedürfnis nach Anerkennung und angenehmen Gefühlen zu stillen. Wofür aber würden wir unser Leben letztlich geben wollen? Gibt es über vergängliche Güter hinaus eine Hoffnung auf Bleibendes?


Die Bibel erzählt:

Jesus stellt sich den Herausforderungen des Lebens. Er stellt sich den Entscheidungen. Er begnügt sich nicht mit Kurzschlusslösungen. Er ist bereit, die Spannungen des Lebens anzunehmen und zu vertrauen.

Am Ende heißt es: „...darauf ließ der Teufel von ihm ab und siehe, es kamen Engel und dienten ihm.“

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für Texte & Inhalt verantwortlich: Mag. Georg Fröschl

Laurentiusplatz 2, 1140 Wien, Pfarrer der Pfarre Breitensee

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