• Georg Fröschl

Auf Jesus schauen



Ich hatte vor kurzem ein schönes Erlebnis, das mir eine Ahnung davon gab, was die Jünger da auf dem Berg der Verklärung erlebt haben könnten: ich saß auf einer Parkbank und hielt mein Gesicht der warmen Frühlingssonne entgegen. Ich schloss dabei die Augen und hatte das Gefühl, ganz vom Licht durchflutet zu werden. Alles Dunkle und Schwere schien wie weggeblasen und ich war wie in einer anderen Welt.


So ähnlich stelle ich mir das Gipfelerlebnis vor, das Jesus den drei Jüngern ermöglicht hat. Und so wie ihnen will Jesus allen Menschen zeigen, dass hinter Leid und Not etwas anderes wartet und dass Dunkel und Alltagssorgen nicht das Ende sind.


In Bildern schildert uns die Bibel den Prozess jener Einsicht: es ist ein Weg der Erleuchtung, der Trost und Zuversicht schenken kann. Auf Jesus sollen wir schauen, denn in ihm offenbart sich, was Gott mit uns vorhat: Jesus erscheint als der von Gott innig Geliebte, der ganz in die Herrlichkeit des Himmels eintaucht; er ist verbunden mit seiner ganzen Tradition, die in Elija und Mose ihre Vertreter hat. Alles bekommt auf einmal einen tiefen Sinn…


Wenn wir so etwas Beglückendes erfahren, möchten wir es gerne festhalten, also rundherum Hütten bauen. Doch wir müssen uns wieder davon lösen; kein Dogma und keine Institution können das Wesentliche fixieren. Aber im Herzen kann es lebendig bleiben; von der Herzmitte aus werden wir verwandelt.

Mit dem Erlebnis auf der Parkbank erging es mir auch so: ich habe diese kurzen Glücksmomente habe ich in meinem Herzen gespeichert. Und ich bin mir sicher, dass das Erlebte in mir und aus mir weiterwirkt.

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