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wirksam sein

  • Autorenbild: Georg Fröschl
    Georg Fröschl
  • vor 5 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit


Eine Mutter sitzt neben ihrem kleinen Kind. Das Kind entdeckt gerade die Welt.

Plötzlich drückt es auf einen Knopf. Eine Lampe leuchtet auf.

Das Kind erschrickt kurz – und beginnt dann zu strahlen. Es merkt: Ich kann etwas bewirken. Durch mich verändert sich etwas.

 

Vielleicht gehört das zu den schönsten Erfahrungen im Leben: zu spüren, dass das eigene Tun nicht vergeblich ist.

 

Auch Gott möchte wirken. Davon spricht heute Jesaja. Gottes Wort, sagt er, ist wie der Regen. Es fällt auf die Erde und bringt Leben hervor. Der Regen fragt nicht, ob man ihn bemerkt. Er wirkt einfach, er tränkt die Erde.

So ist es auch mit einem guten Wort. Mit einem Zeichen der Freundlichkeit. Mit einem ehrlichen Gespräch….

Oft sehen wir die Wirkung nicht sofort. Aber sicher beginnt etwas zu wachsen.

 

Wir erleben jedoch auch das Gegenteil. Wir schauen auf die Welt: Kriege, Gewalt, Egoismus. Und da fragen wir uns manchmal: Was kann ich da noch bewirken und ausrichten?

Paulus kennt diese Erfahrung. Und doch sagt er: Die Leiden dieser Zeit haben nicht das letzte Wort. Gott ist noch nicht fertig mit seiner Schöpfung.

 

Das führt uns zum Evangelium. Der Sämann streut großzügig aus. Die Saat ist gut. Aber nicht überall kann sie wachsen.

Jesus sagt damit: Gottes Liebe ist da. Gottes Wort ist da. Die Frage ist nur: Findet es in uns einen guten Boden?

 

Alles hat eine Wirkung. Ein verletzendes Wort. Aber auch ein ermutigendes Wort. Gleichgültigkeit. Aber auch Aufmerksamkeit. Hass. Aber auch Liebe.

Wir entscheiden jeden Tag, was durch uns wachsen soll.

 

Vielleicht schaut Gott dabei auf uns wie eine Mutter auf ihr Kind. Nicht kritisch und ungeduldig. Sondern voller Hoffnung. Er freut sich über jeden kleinen Schritt, durch den etwas Gutes entsteht.

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