Du bist angenommen
- Georg Fröschl

- vor 14 Minuten
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Manche wünschen sich Gott wie einen Sheriff: einer, der das Böse verfolgt, Verbrechen bestraft und die Gewalttätigen das Fürchten lehrt.Und ja - die Frage liegt nahe: Wenn Jesus sagt: "Fürchtet euch nicht" - gilt das dann auch für die Bösen?Heißt das: Am Ende kann jeder tun, was er will? Gibt es keine Konsequenzen?
Ich merke: Mit diesem Bild komme ich Jesus nicht wirklich auf die Spur.Denn wenn er sagt: "Fürchtet euch nicht", dann will er uns nicht Gleichgültigkeit schenken.Nicht Verantwortungslosigkeit. Nicht billige Beruhigung.
Jesus sagt auch nicht: Gefahr ist harmlos. Niemand würde zu einem Kind sagen: "Hab keine Angst vor der heißen Herdplatte - da passiert schon nichts." Darum geht es nicht.Und es geht ebenso wenig darum, ohne Gewissen zu leben nach dem Motto: Mir kann sowieso nichts passieren.
Worum geht es dann?
Es geht darum, unser Leben nicht von Angst regieren zu lassen.Es geht darum, mit der tiefen Gewissheit zu leben: Gott nimmt uns an - mit unseren Grenzen, mit unseren Fehlern, mit allem, was noch unfertig ist.Und er lässt uns nicht dort stehen. Er will uns helfen, zu wachsen.Er will, dass unser Leben heil wird. Dass wir frei werden.
Denn wer sich von Gott getragen weiß, muss nicht dauernd vor dem Urteil anderer zittern.Muss sich nicht verbiegen, um zu gefallen. Muss nicht ständig fragen: Bin ich genug?Bin ich richtig? Bin ich angenommen?
Wer Gott vertraut, darf aufatmen. Darf aus dem Herzen leben. Darf aus Liebe handeln statt aus Angst.
So kann sich unser Leben verändern. Denn Gott will das Gute in uns ans Licht bringen.
Daher ist Gottes letztes Wort nicht Verurteilung. Sein letztes Wort ist Barmherzigkeit.

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