• Pfarrer Georg

2.So: Komm und sieh


Als Teenager spielte ich in einem Fußball-Verein und wir durften einmal gemeinsam als Gruppe die Nationalmannschaft von Österreich ganz aus der Nähe erleben. Es war ein Spiel in Hohenau. Ich erinnere mich noch gut, wie ich meinem damaligen Lieblingsspieler (das war Bruno Pezzey) fast bis in die Kabine gefolgt bin und ihn um ein Autogramm gebeten habe.


Ich denke, die Jünger von Johannes waren offensichtlich auch so sehr von diesem Jesus begeistert, dass sie ihm nachgegangen sind.

Und Jesus verhielt sich nicht wie ein unnahbarer Star; sondern als er sie sieht, wendet er sich ihnen zu und fragt sie: „Was sucht ihr?“ – da sagen die Gefragten: „Rabbi, wo wohnst du?“


Wer von einer Person mehr wissen will, der interessiert sich dafür, wie sie lebt, wo sie wohnt…. Nicht umsonst werden Storys über das Privatleben Prominenter gerne gelesen. Man möchte von Personen, die man bewundert, wissen, wie sie leben.


Meine Frage heute ist: Was könnte uns an Jesus interessieren? Könnte eine Begegnung mit ihm bei uns etwas verändern oder heilen?


Lasst mir zu dieser Frage eine kurze Nachdenk-Geschichte erzählen – Was kann die Gegenwart Jesu verändern?


In einem abgelegenen Kloster kursiert plötzlich das Gerücht, dass Jesus in der Klostergemeinschaft da wäre. Niemand aber weiß, wer es ist.

Die Mönche gehen auf einmal ganz achtsam miteinander um und jeder fragt sich im Stillen, wer Jesus sein könnte?

  • Ist es ein junger Mönch, der voller Ideale ist?

  • Ist es ein alter weiser Mönch, der schon viele Erfahrungen durch Freud und Leid gewonnen hat?

  • Ist Jesus vielleicht in einem kranken Mitbruder?

  • Oder verbirgt sich Jesus in einem Gast, der das Kloster aufsucht?

Die Botschaft, dass Jesus anwesend ist, verändert die Leute und ihren Umgang miteinander. Sie achten aufeinander, sehen einander mit neuen Augen. Sie spüren, Jesus ist da.


"Jesus, wo wohnst du?" frage auch ich.

Und er lädt mich ein: „Komm, und sieh!“

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