• Pfarrer Georg

24.So: Rache und Vergebung


Nur der Mensch ist zur Rache fähig. Kein Tier wird sich an einem anderen Lebewesen aus Hass oder Wut rächen. Ebenso ist die Vergebung etwas, wozu nur der Mensch fähig ist – es ist eine besondere Auszeichnung und Begabung.


Doch Vergeben ist nicht immer leicht. Es gibt Wunden, wo wir denen, die sie uns geschlagen haben, nur schwer oder gar nicht verzeihen können.

Und dennoch mutet Jesus uns die Barmherzigkeit Gottes zu. Das Christentum fordert uns heraus, immer mehr in der Liebe zu wachsen, ja sogar darin göttlich zu werden.

In der Bibel finden wir deshalb mehrere Stufen auf dem Weg der Vergebung. Vielleicht müssen wir nicht alle in gleicher Weise durchleben, aber zur letzten Stufe können wir auf keinen Fall sofort springen.

1.) Blutrache (7- maliges Rächen),

2.) Aug um Aug (Gleiches mit Gleichem),

3). Nicht zurückschlagen (auf Vergeltung verzichten),

4). die andere Wange hinhalten (den Teufelskreis der Gewalt bewusst in eine andere Richtung lenken),

5). Unendlich vergeben (7mal 77mal -barmherzig sein, wie Gott es ist)


Gott ist Liebe und vergibt immer. Aber Gott ist auch an unsere Vergebungsbereitschaft gebunden, denn in unserer Bereitschaft zu vergeben, kann die Barmherzigkeit Gottes konkret erfahrbar gemacht werden.

Der Theologe Henry Boulad hat einmal gesagt: „Man kann das Herz immer größer machen, als das, was einem angetan wurde.“ – Aber dieser Weg dorthin ist vielleicht ein lebenslanger Prozess.

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für Texte & Inhalt verantwortlich: Mag. Georg Fröschl

Laurentiusplatz 2, 1140 Wien, Pfarrer der Pfarre Breitensee

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