• Georg Fröschl

3.So: Hier und heute möglich


Jenes Galiläa, in dem Jesus sein öffentliches Wirken beginnt, war durchaus keine Insel der Seligen. Herodes Antipas lässt Johannes den Täufer ins Gefängnis werfen. Und wir erfahren später, dass er das Opfer einer Spiellaune eines Mächtigen wird. Johannes, diese schillernde Persönlichkeit, die so viel Bewegung und Hoffnung in den Leuten damals ausgelöst hat, wird einfach getötet.

Ich könnte mir vorstellen, dass das für die Menschen von damals ein Schock war, der ihre Hoffnungen empfindlich gebremst und wieder auf Sparflamme zurückgeschraubt hat.


Aber in dem selben Galiläa, wo dies alles geschieht, gerade in der Zeit, wo Johannes ins Gefängnis geworfen worden ist, tritt Jesus öffentlich auf und verkündet: die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an die Frohe Botschaft.

Und er spricht konkrete Leute an und holt sie aus der Enge ihres Alltags heraus, damit sie offen werden für das Reich Gottes. Aus den Fischern macht er Menschenfischer


Ich denke, dass das Reich Gottes auch heute so wächst.

Es fängt nicht erst an, wenn alles in Harmonie ist, wenn alles passt, wenn die besten Leute in der Regierung sind, wenn sich unsere Wünsche erfüllt haben.... Nein, das Reich Gottes fängt mitten im Alltag an, mitten in Krisen-Situationen, mitten im Leid, mitten in der Schuld wie bei den Leuten in Ninive.


Es braucht jemanden, der uns herausfischt aus dem engen Alltag und uns eine Perspektive aufzeigt, die unser Leben weitet.

Und es braucht Menschen, die sich konkret ansprechen lassen, es braucht dich und mich, damit das Reich Gottes auch durch mich und dich kommen kann.

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