• Georg Fröschl

An Gottes Liebe wachsen...



Menschliche Liebesfähigkeit ist immer begrenzt: Wir können nicht beliebig viele Menschen lieben, und es gibt auch emotionale Grenzen; wir tun uns schwer, jemanden zu lieben, über den wir uns empören, oder von dem wir Unrecht erfahren haben und verletzt wurden… überall da stoßen wir an die Grenzen unserer Liebesfähigkeit.

Im Evangelium des 24. Sonntags zeigt Jesus, dass Gottes Liebe an diesen Grenzen nicht Halt macht. Anhand von anschaulichen Beispielen aus dem Alltag dürfen die ZuhörerInnen erahnen, wie Gott liebt…


Hast du schon einmal etwas verloren: ein Ketterl, einen Erinnerungsgegenstand, ja vielleicht auch einen lieben Menschen?

Oft lässt uns erst der Verlust spüren, wie einzigartig und unersetzbar etwas für uns oder jemand war, den wir vermissen. Mit allen Fasern unseres Lebens wünschen wir uns das Verlorene zurück.

Das nimmt Jesus als Beispiel und Vergleich, um uns zu sagen: Gott sehnt sich so nach dir; du bist für Gott einzigartig, in seinen Augen bist du unersetzbar und wichtig.

Gott möchte, dass du seine Liebe spürst und erfährst, dass du weißt: „Gottes Blick sucht mich immer, nie bin ich für Gott uninteressant.“

Vielleicht fühlst du dich manchmal unbedeutend wie ein kleines Geldstück, dann denk an die Frau, die das ganz Haus umdreht, bis sie es gefunden hat oder an den Hirten, der 99 Schafe zurücklässt, um das eine verlorene zu finden. So sehnt sich Gott nach dir.

Das ist die eine Seite der heutigen Frohbotschaft: Eine Zusage. Eine Liebeserklärung, die dir gilt – immer!

Und es gibt noch die andere Seite, die eine Einladung ist, ja vielleicht sogar eine Zumutung: Wenn du dich so geliebt weißt, trotz deiner Fehler und Begrenzungen, wenn du dich so angeschaut und erwählt weißt, dann kannst auch du versuchen, genauso auf die Welt um dich herum zu schauen.

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