• Pfarrer Georg

Der gesellige Gott

Kann ein Kind im Mutterleib sagen, welche Augenfarbe seine Mutter hat? - Nein, weil es ja selbst im Bauch der Mutter lebt – wie ein Fisch im Wasser.

Doch das Kind nimmt zumindest unbewusst das Gute wahr, das es durch die Verbindung zur Mutter bekommt: die Nahrung, den Schutz, die Geborgenheit, es hört den vertrauten Herzschlag und die wohltuende Stimme der Mutter.

Genauso ist es mit uns und Gott: wir können Gott nicht definieren, aber wir können das Gute erfahren, dass wir durch die Verbindung mit ihm bekommen.

An Jesus können wir besonders gut ablesen, welche Kraft aus dieser inneren Beziehung Jesu mit seinem Vater kommt. Das Dreifaltigkeitsfest erinnert uns, dass Gottes Wesen Beziehung ist und dass alles durch Beziehung geschieht. Deshalb hat der Schweizer Dichter-Pfarrer Kurt Marti Gott nicht dreifaltig genannt, sondern er hat ihn „der gesellige Gott“ bezeichnet.

Und damit ist eine wesentliche Absicht Gottes mit uns Menschen, ja mit der ganzen Schöpfung, ausgedrückt: Gott ist Beziehung und Liebe, und er will dass wir als sein Abbild untereinander gesellig sind, Gemeinschaft haben.


So wie Gott sich selber mitteilt und schenkt, so lädt er auch uns ein, uns zu schenken, uns mitzuteilen, Gemeinschaft zu bilden.

Im Johannes-Evangelium ist das sinngemäß so ausgedrückt: Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen Sohn hingab (sein Bestes, sein Innerstes, seine Freundschaft, seine ganze Beziehung), damit wir nicht zugrunde gehen, sondern die Fülle des Lebens haben.

... das ist Gottes Absicht

65 Ansichten
  • Instagram
  • Facebook
  • Twitter

Impressum:

für Texte & Inhalt verantwortlich: Mag. Georg Fröschl

Laurentiusplatz 2, 1140 Wien, Pfarrer der Pfarre Breitensee

pfarrer@pfarre-breitensee.at, +43 660 653 40 64

©2019 Lichtspuren. Erstellt mit Wix.com