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  • AutorenbildGeorg Fröschl

Garten - Ort der Verwandlung


Vor meinem Elternhaus befindet sich ein großer Garten. Ich erfreue mich immer wieder an der Vielfalt, die mir da begegnet. - In einem Garten spielt sich auch das ganze Leben ab: das Aufblühen, das Verwelken und das Zurückfallen zur Erde.


Deshalb finde ich es passend, dass man für die Bestattung Jesu einen Garten ausgesucht hat. Unsere Friedhöfe sind oft auch wie Gärten angelegt. Ein Garten ist nämlich ein Ort, wo uns das unfassbare Geheimnis des Lebens und der Verwandlung begegnen kann.


Ich sage bewusst begegnen, denn Auferstehung kann nicht gewusst werden und nicht wie eine Weisheit festgehalten werden. Auferstehung ereignet sich - in Begegnungen, wo uns etwas wie eine beglückende Ahnung oder wie ein Frühlingsduft berührt.


Von so einer Begegnung erzählt das Johannes-Evangelium: Maria von Magdala weint um den toten Jesus; sie ist noch ganz dem Grab und dem Vergangenen zugewandt. Doch dann begegnet ihr der Auferstandene von sich aus, er spricht sie an - sie meint zunächst, es sei der Gärtner, doch dann lässt sie sich auf die Begegnung tiefer ein: sie wendet sich von neuem dem Auferstanden zu und erfährt eine innerliche Beglückung.


Ich wünsche uns, dass uns solche Begegnungen geschenkt werden, dass wir das Große ahnen, dass Gott uns bereiten will. Es mögen sich so unsere Enttäuschungen immer wieder in Freude verwandeln.







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