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  • AutorenbildGeorg Fröschl

Gelbe Tage

Vor kurzem erzählte mir eine Freundin von ihren gelben Tagen.

Was das sei, wollte ich wissen.

Da erklärte sie mir: Ich bin im vergangenen Jahr oft an meine Grenzen gekommen, war gereizt und unausstehlich. So fragte ich mich, was mir fehle. Und ich bemerkte: Ich hatte zu wenig Freiraum für mich selber.

Damit begann meine Idee mit den gelben Tagen: ich markierte mir in meinem Kalender einen Tag in der Woche mit gelbem Leuchtstift. Der sollte mir gehören: da wird nichts eingetragen, nichts geplant. Da bin ich offen für Spontanes oder für das, was ich gerade brauche. Manchmal ist es ein Spaziergang. Da zähle ich übrigens keine Schritte. Bei einer Bank setze ich mich und versuche die Geräusche rundherum wahrzunehmen. Wenn ich bei einer Bekannten vorbeikomme, kann es sein, dass ich klopfe und mit ihr plaudere. Der Tag jedenfalls gehört mir. Ich bin ganz präsent und genieße ohne Muss und Messen.

 

Ich bekam einen Gusto auf solche gelben Tage.

Und dann dachte ich: Haben das nicht auch die Israeliten mit ihrem Schabbat schon viel früher entdeckt?

 

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