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  • AutorenbildGeorg Fröschl

Gott kennt dich...



„Fürchtet euch nicht!“ so könnte die Überschrift lauten von den Bibeltexten des 12. Sonntag im Jahreskreis. Diese Kurz-Botschaft kommt in der Bibel 365 x vor. Ich hab es nicht nachgezählt, finde es aber schön, dass wir uns diese Ermutigung täglich in Erinnerung rufen dürfen. - Herzlich willkommen.

Angst und Frucht hängen eng zusammen mit der Dunkelheit. Wenn es finster ist, können Unsicherheit und Schrecken aufkommen. Niemand geht gerne allein in einen dunklen Keller. Ich bewundere daher die Angestellten von Wachdiensten, die in der Nacht Firmengelände durchstreifen müssen.

Denn oft wird die Finsternis mit dem Bösen konotiert: ich erinnere nur an die dunklen Machenschaften, die im Darknet verschleiert werden. In der Finsternis kann sich so manch Böses versteckt halten.


Demgegenüber steht nun das Licht. Manchmal wird es als rettende Erlösung empfunden: Wenn nach einer durchwachten Nacht endlich die Morgensonne durchbricht. Oder wenn ein Kind die Mama bittet: Lass die Tür zu dir offen, damit das Licht von der Küche in mein Zimmer scheint.

Aus Erfahrung wissen wir: dass es Finsternis und Böses immer geben wird, wir können es nicht einfach aus unserem Alltag wegschalten. Es wird immer da sein und uns bisweilen auch Angst machen.

Aber gerade deshalb ist die Frohe Botschaft so wichtig, in der uns heute gesagt wird: Fürchtet euch nicht. Gott kennt dich, und bei ihm sind sogar deine Haare alle gezählt.

Und weiter heißt es: Alles, was im Dunkeln geschieht und noch verborgen ist, wird einmal ans Licht kommen.

Das bedeutet, dass am Ende das Licht siegreich sein wird.

Im Griechischen gibt es für Wahrheit den schönen Begriff „Alethea“, was soviel wie Lichtung bedeutet. Das Licht offenbart und zeigt uns die Tiefe und Weite der Wirklichkeit.

Ich stelle mir das so vor: wenn ich in einem dunklen Zimmer stehe, sehe ich nichts von dem, was da ist. Erst wenn ich das Licht anschalte, erkenne ich die ganze Einrichtung. Das ist Lichtung.


In der Bibel wird das Licht auch mit der Liebe gleichgesetzt. So können wir sagen: In der Liebe wird alles offenbar. Sie vertreibt die Furcht.

In der Liebe Gottes sind wir trotz mancher Dunkelheiten geborgen. - Also: Fürchtet euch nicht!

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