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  • AutorenbildGeorg Fröschl

...nehmt, mein Leib...

Das Fronleichnamsfest lenkt unsern Blick auf das Geheimnis der Messe: beim Letzten Abendmahl fasst Jesus seine Lebensabsicht in einer besonderen Geste zusammen; er teilt das Brot, reicht es seinen Jüngern und sagt: Nehmt, das ist mein Leib!

 

Vor kurzem habe ich einen Spaziergang durch die Stadt gemacht. Viele Menschen unterschiedlichster Sprachen sind mir begegnet; beim Durchqueren eines Parks habe ich Folgendes wahrgenommen:

·      Eine junge Mama schiebt einen Kinderwagen und hält mit der anderen Hand ein schon größeres Kind.

·      Zwei Bauarbeiter sitzen auf einer Bank mit einer Dose Bier und rauchen eine Zigarette.

·      Auf dem Platz in der Mitte tummeln sich Tauben und picken ausgestreute Körner.

·      Hinten in der Wiese beugt sich eine Gruppe älterer Männer über ein Schachbrett.

·      Kinder sausen mit Fahrrädern und Rollern durch die Gegend.

·      Die Bäume strecken ihre grünen Laubkronen in den Himmel, und in einem eingezäunten Beet leuchten rote Blumen hervor.

 

Plötzlich kommt mir der Gedanke: ob in all dem mir Christus begegnen könnte? Er hat ja gesagt, dass er uns sogar in Gefangenen und Armen begegnen will. Und als Auferstandener hatte er zunächst auch oft eine fremde Gestalt.

 

Ich glaube, dass Christus in jedem Geschöpf wohnen und eingelassen werden will. Nicht umsonst geht es im Evangelium von Fronleichnam auch um das Bereiten eines Raumes für Jesus.

Ich glaube auch, dass Jesus als der auferstandene Christus uns auch heute einlädt und sagt: Nehmt und esst, das bin ich. Und wenn wir ihn einlassen, werden wir verwandelt - in seinen Leib.

 

Wir tragen Christus in der Gestalt des Brotes durch die Straßen, aber auch wir sind der Leib Christi, der durch die Stadt geht und wirkt.

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