• Georg Fröschl

Palmsonntag - bodennaher Jesus


Den Kindern in der Volksschule habe ich vor kurzem beim Fest der Versöhnung das Bild vom Einzug Jesu in Jerusalem gezeigt und sie dazu sprechen lassen. Ein Kind hat gesagt: „Da sind Leute, die Jesus den Weg schmücken!“


Jesus wird also mit Freude in Jerusalem empfangen - doch wir wissen auch, dass die Stimmung bald gekippt ist. Aus „Hosianna, dem Sohne Davids, des Königs“ wurde das „Kreuzige ihn!“


Wir Menschen sind anfällig dafür, uns nach äußeren Machtverhältnissen zu richten, Gerne drehen wir uns mit dem Wind. Wir lassen uns leicht beeinflussen und dorthin führen, wohin die Meinungen der Medien uns locken und pushen. Wir ziehen mit der "Masse".


Mit der Aktion „Eselritt“ provoziert Jesus. Er ruft uns aus einer passiven Haltung heraus.

Es ist Anfrage und Kritik an das sich mächtig gebärdende Herrschertum dieser Welt, an jene Führer-Gestalten, die keinen Esel benützen würden.


Ich sehe im „Eselritt“ Jesu sogar einen Schuss Humor dabei, mit dem er unsere scheinbare Mächtigkeit relativiert. Humor liegt nahe beim Wort „Humus“ wie der Boden, und hat auch mit der „Humilitas“, der Demut zu tun.

Bodennahe und demütig ist die Botschaft Jesu.

Diesem König, diesem Jesus, dürfen wir den Weg schmücken, IHN in unser Herz einlassen.

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