• Georg Fröschl

Vertrauen zweier Frauen


In den Sonntags-Schrifttexten begegnen uns heute zwei Frauen.

Es wird erzählt, dass beide verwitwet sind; sie mussten also in ihrem Leben schon einen großen Verlust verschmerzen. Beide Frauen sind obendrein noch mittellos, sie haben nicht viel Besitz, leben also am Existenzminimum. Auf uns wirken sie vielleicht wie ein leerer Krug.


Auf den ersten Blick bemitleiden wir solche Menschen; in unseren Augen sind sie im wahrsten Sinn des Wortes arm dran und wir überlegen vielleicht, wie wir ihnen helfen könnten.


Doch die Bibel sieht in den beiden Frauen nicht nur das Zerbrochene und die Armut; sondern sie weist auf einen besonderen Reichtum dieser Frauen hin:

nämlich auf ihre Herzenskraft, auf ihr Vertrauen und ihre Großzügigkeit

Dieses Gaben können Leben verändern und erneuern. Die Großzügigkeit lässt die Frauen auf eine neue Weise fruchtbar werden: Leben wird vermehrt. Sie werden zu einem Krug, aus dem das Leben wie aus einer Quelle fließt.


Wir können uns an dieser Haltung aufrichten, wenn Pläne zerbrechen und Verluste uns bedrücken. Großzügigkeit und Gott-Vertrauen können helfen, zerbrochene Lebensträume zu überwinden und auf eine neue Weise fruchtbar zu werden. Es kommt dabei nicht auf die Quantität unseres Engagements an, sondern auf die Herzens-Qualität unserer Gabe.

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