• Georg Fröschl

Wachsendes Himmelreich


Die Frage nach dem Himmel(-reich) wird in unserer Gesellschaft nur selten gestellt. Dieses Thema wird verdrängt und an das Ende des Lebens gestellt, oder es wird verkürzt dargestellt als materieller Himmel auf Erden.

Eine ganz andere Sichtweise hat Jesus auf das Himmelreich: im Bild vom Sämann und vom Senfkorn lässt er uns mit neuen Augen auf das schauen, was wir Himmelreich oder Reich Gottes nennen.

Kleiner Anfang

Mit dem Gleichnis vom Senfkorn will uns Jesus sagen: Das Himmelreich beginnt ganz klein. Es ist nicht in den großen Events oder Spektakeln zu finden; sondern es fängt ganz unscheinbar im Verborgenen an.

Auf das Himmelreich müssen wir also nicht erst bis zum Tod warten und wir brauchen auch kein Schlaraffenland organisieren, denn Gottes Reich beginnt im normalen Alltag, unscheinbar mitten unter uns.

Geschehen lassen

Mit dem Bild des Sämanns spricht Jesus unsere Lebenshaltung an. Der Sämann tut zwar seinen Teil, aber das Wachsen der Saat geschieht von allein. Er kann nach der Arbeit ausruhen und geschehen lassen, bis die Zeit der Ernte da ist. Unsere hektische Art, im Leben vorankommen zu wollen, scheint eher nicht dem zu entsprechen, was Jesus Himmelreich nennt. Denn Gottes Welt beginnt da, wo wir zwar unseren Teil beitragen, wo wir aber auch geschehen lassen können.


Jesus schenkt uns den Blick auf das wertvolle Kleine.

Und Jesus lädt uns ein zu einer vertrauenden Gelassenheit.

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