• Georg Fröschl

Was brauch´ ich unterwegs?


Im Urlaub erlauben wir uns, ein wenig von den täglichen Anstrengungen loszulassen, um wieder besser durchatmen zu können. - Doch dieses Vorhaben könnte misslingen, wenn wir uns mit neuen, anderen Dingen belasten und stressen… dann werden wir wenig von der ersehnten Erholung und Lebenskraft spüren.

Das heutige Evangelium bietet da eine interessante Anregung, die wir bedenken dürfen.

Jesus stattet die Jünger mit göttlicher Vollmacht aus – und das ist schon alles, was sie mitbekommen.


Zuspruch – du genügst

Göttliche Vollmacht ist für mich das, was jeder hat: die eigenen Talente, die Erfahrungen, das Vertrauen, die Fähigkeit zur Liebe und Selbstliebe. Das alles ist die uns anvertraute Vollmacht, oder anders ausgedrückt: es ist das Licht, mit dem wir leuchten dürfen. Unser Strahlen erlaubt auch anderen, dass sie selber ihr Licht zeigen dürfen.


Zumutung – lass los

Wenn Jesus den Jüngern zumutet, nichts anderes mitzunehmen, will er, dass sie mit nichts ihr Licht zudecken. Sie sollen ganz sie selber sein. Das genügt. Lass los von Absicherungen. Du bist ein Kind Gottes. Du bist wertvoll für die Welt. Du brauchst dich nicht verstellen und verbiegen.


Austausch – nimm und gib

Ein dritter Gedanke ist die Dynamik, die auf diese Weise entstehen kann. Wer offen und echt auf andere zugeht, also auch die eigene Bedürftigkeit dabei nicht versteckt, der ermöglicht Austausch und Gemeinschaft. Im Geben und Nehmen entsteht heilsames Miteinander.


Das heutige Evangelium passt insofern zur Urlaubszeit:

weil es uns an unseren eigene Wert erinnert

weil es uns zumutet, zu uns zu stehen und uns für ein heilsames Miteinander zu öffnen.

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