• Georg Fröschl

Wegweiser

Damals strömten die Menschen in Scharen hinaus in die Wüste zu Johannes, weil er eine Hoffnung hatte. Ein Neubeginn lag in der Luft. Diesen Neubeginn wollten sie nicht verpassen und so fragten sie: Was können wir tun?


Interessant ist die Antwort des Johannes. Obwohl er der Sohn eines Tempelpriesters war, gibt er seine Antwort nicht im Tempel, sondern an einem Ort, wo alle hinkommen können: in der Wüste. Auch seine Worte klingen nicht nach frommen Gesetzen, sondern ganz lebensnah:

Wer zwei Kleider hat, teile mit dem, der keines hat. / Wer von anderen etwas verlangt, übertreibe nicht. / Wer Macht über andere hat, missbrauche sie nicht.


Johannes fordert also keine 180 Grad-Kehrtwendung, sondern empfiehlt das Naheliegende, den nächsten Schritt:

1. miteinander teilen

2. maß- und rücksichtsvoll sein

3. unterstützen und genügsam bleiben

Drei einfache Wegweiser in eine neue Zukunft und in eine gerechtere Gesellschaft. Ich denke, es ist auch ein Weg Richtung Mensch-Werdung.

35 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Denke Frieden

Türen öffnen

Schach matt