• Georg Fröschl

...weht, wo er will...


„Im Tun des Guten erfüllt sich Gottes Wille“ – so könnte ich heute das Evangelium salopp zusammenfassen. Gottes Wirken lässt sich jedenfalls nicht an eine Institution binden: es beschränkt sich weder auf das Volk Israel, noch auf die römisch-katholische Kirche. Spitz formuliert: Gott ist nicht römisch-katholisch! Sein Geist weht, wo er will. Auch außerhalb der Hierarchien.


Gutes kann also auch jemand tun, der außerhalb der Hierarchie steht wie Eldad und Medad. Die heutige Lesung aus dem Buch Numeri berichtet uns, dass die beiden vom Geist erfasst wurden, obwohl sie nicht im Offenbarungszelt waren. Sie standen also außerhalb des Heiligen Platzes, und trotzdem hat Gottes Geist sie verzückt und bewegt.

Mose lässt nicht zu, dass man die beiden in ihrer geist-gewirkten Verzückung einbremst; er sagt sogar: „Wenn nur der Herr seinen Geist auf alle legte!“


Jesus ist nun der neue Mose. Auch er sagt im Evangelium zu den Jüngern, die sich über einen Mann beschweren, der in seinem Namen Gutes tut, aber nicht zu ihnen gehört: „Hindert ihn nicht daran.“


Der Geist Gottes wirkt also auch außerhalb der Hierarchie und außerhalb der Kirche - und damit ist auch wieder der Dialograum innerhalb der ganzen Schöpfung eröffnet.

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