• Georg Fröschl

...wie durch bunte Fenster


Gott möchte durch seine Geschöpfe in der Welt wirken, durch sie reden und auch gehört werden.


Im Evangelium sehen wir am Beispiel Jesu in seiner Heimat, dass man diese Stimme Gottes auch ablehnen kann: wenn man sich zB. nicht mehr überraschen lassen möchte und sich nicht mehr berühren lässt. Manchmal hilft uns ein Tapeten-Wechsel, dass wir wieder offen werden für die Botschaft Gottes im Alltag. Vielleicht ist der Urlaub eine Chance, Gottes Stimme wieder neu wahrzunehmen: in der Natur, in kulturellen Ereignissen, in anderen Menschen.


Der zweite Aspekt der heutigen Frohbotschaft ist: dass Gott auch durch mich reden will. Wir sind getauft zu Priestern, Königen und Propheten. Deswegen beziehe ich das Wort Gottes an den Propheten Ezechiel aus der ersten Lesung auf mich: „Stell dich auf deine Füße, Menschensohn!“ heißt es da. Ich will dir etwas sagen, ich will dich berühren und dich mit meiner Botschaft erfüllen – Das bedeutet: es ist ein Auftrag an mich, dass ich selbständig sein möge und authentisch lebe. So kann Gott durch mich reden. Und wenn ich noch einen Satz aus dem Korintherbrief dazustelle: Gerade auch in meiner Schwachheit kann Gottes Kraft durchleuchten.


Lassen wir Gott durch uns scheinen wie durch ein buntes Glasfenster.

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