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  • Georg Fröschl

Wie wird das Neue Jahr?

Ich möchte eine Geschichte an den Beginn des Neuen Jahres stellen:

Sie erzählt von einem Wanderer, der am Stadttor mit einem alten Mann ins Gespräch kommt, der dort auf einer Bank sitzt.

Während sie reden, kommt ein Reisender des Weges und fragt den Alten: „Wie sind die Menschen hier in der Stadt?“

„Wie sind sie da, wo du herkommst?“, fragt der Alte zurück.

„Die Menschen sind dort Egoisten, engstirnig und gierig, sie gönnen sich nichts Gutes und sind neidisch!“

„Hmm, so sind sie auch hier!“, erwidert ihm der Alte.

Kurze Zeit später kommt eine junge Frau zum Tor und fragt: „Wie sind die Menschen hier in der Stadt?“

„Wie sind sie da, wo du herkommst?“, fragt der Alte zurück.

„Bei uns sind die Menschen meist freundlich und eigentlich entgegenkommend, sie helfen einander, wenn es schwierig wird.“

„So sind sie auch hier!“, sagt der Alte.

Der Wanderer ist verdutzt. „Wie kannst du der einen sagen, sie sind gut, dem anderen aber, sie wären böse?“

„Die Menschen“, antwortet der Alte, „sind überall gleich. Je nachdem wie du eingestellt bist, was du von ihnen erwartest, das wirst du auch an ihnen wahrnehmen und sehen.“

Wir stehen auch an einem Tor, an der Schwelle zum Neuen Jahr.

Ich frage wie diese Reisenden:

„Wie wird es sein, das neue Jahr?

Wer wird mir begegnen?

Was werde ich erleben?

Wird es ein schweres, oder ein schönes Jahr werden?

Und die Bibel ist für mich wie der alte Mann vor dem Stadttor. Sie gibt mir Auskunft. Aber nicht in dem Sinn, dass sie Prophezeiungen parat hätte oder etwas Unrealistisches versprechen würde- nein, sie sie stellt uns einfach Personen vor und wir können sehen, wie diese mit dem umgehen, was ihnen begegnet.


Im heutigen Evangelium sind es Maria und die Hirten.

Die Hirten haben kein Leben in der Komfortzone, aber sie haben wache Sinne, sie nehmen die Botschaft der Engel wahr und lassen sich davon bewegen.

Und Maria nimmt alles auf, was sie hört – weil da aber noch so vieles ist, was sie nicht verstehen kann, bewahrt sie es in ihrem Herzen.


An der Schwelle zum Neuen Jahr geht es also darum,

1. dass wir mit einer wachen und zuversichtlichen Einstellung hinein gehen.

2. Was wir noch nicht verstehen, dürfen wir einfach vertrauensvoll im Herzen bewahren und erwägen.




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