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Begegnungen verwandeln

  • Autorenbild: Georg Fröschl
    Georg Fröschl
  • 6. Juni
  • 2 Min. Lesezeit
Welche Begegnungen haben dich gewandelt?

Begegnungen, die verändern


Es gibt Begegnungen, bei denen wir uns innerlich anspannen. Wir stellen uns auf Abwehr ein. Weil wir meinen, uns schützen zu müssen. zB dass wir nicht verletzt oder vereinnahmt werden…

Aber es gibt auch andere Begegnungen. Solche, die uns öffnen, die etwas in uns wecken, uns reicher machen.

Von so einer Begegnung handelt das Evangelium vom 10. Sonntag.


Jesus sieht den Matthäus. Er ist Zöllner. Jemand, den die meisten mit einem abfälligen Blick streifen und an ihm vorbeigehen. Jemand, der gesellschaftlich unten war – so das Urteil der Zeit.

Und Jesus? Er bleibt stehen. Schaut ihn an. Und sagt nur drei Worte:

„Folge mir nach."


Stell dir vor, was in Matthäus da vorgegangen sein könnte. Vielleicht dachte er:

Was werden die Leute sagen? 

Ich bin doch nicht gut genug. Oder: Jetzt gerade, da passt es eigentlich nicht ...

Wir kennen diese innere Stimme. Sie redet uns immer wieder ein, dass der richtige Moment später kommt. Irgendwann. Nicht jetzt.


Aber Matthäus steht auf. Einfach so. Er lässt das Gewohnte hinter sich und vertraut Jesus. 

Erstaunlich ist, dass Jesus in sein Haus kommen möchte. Er möchte wissen, wer dieser Mensch wirklich ist. Nicht das Etikett interessiert ihn. Nicht sein Ruf. Sondern Matthäus als Mensch.


„Folge mir nach" ist also kein autoritärer Befehl. Es ist eine Einladung … und eine Frage, ob ich mich auf eine Begegnung einlassen, ob ich mich berühren lassen will.


Religiöse Menschen begnügen sich oft mit der Fassade, mit den praktizierten Ritualen. Mit dem Äußeren. Sie tun das Richtige. Und trotzdem bleibt da eine Leere. Weil sie niemanden wirklich in ihr Inneres gelassen haben. Nicht einmal Gott.

Jesus spricht das direkt an. Er zitiert den Propheten Hosea:

„Barmherzigkeit will ich – nicht Opfer."

Gott ist nicht an einer Leistungsschau interessiert. Nicht an gut gepflegten Fassaden. Er möchte unser Herz. Das echte. Das unfertige. Das verletzliche.

Das ist für mich die Message vom 10. Sonntag.


Welche Begegnung hat dein Leben schon verändert? Vielleicht ein Mensch, der dich gesehen hat – so wie Jesus den Matthäus sah. Vielleicht ein Moment, in dem du gespürt hast: Da ist mehr. Da will ich hin.

Diese Momente sind keine Zufälle. Sie sind Einladungen.

Lass dich einladen. Nicht irgendwann – jetzt.





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