Brot werden...
- Georg Fröschl

- vor 2 Tagen
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Kommt, ihr Durstigen, kauft Wein ohne Bezahlung. Esst und trinkt. Es ist gratis.
Das klingt zu schön, um wahr zu sein. Fast wie ein ausgefuchster Werbetrick. … So haben wir es in der ersten Lesung gehört.
Etwas spiritueller, aber auch unglaublich positiv, fragt Paulus: Was kann uns scheiden von der Liebe Christi? Und er gibt selbst die Antwort: Weder Hunger, noch Leiden, noch Tod…
Wie können wir rational denkenden Menschen mit solchen Aussagen umgehen?
Ich vermute sogar, dass man auch mir als Priester diese Worte nicht ganz abnimmt..
Doch ich nehme diese alten Texte ernst, denn es stehen sicherlich begründete Erfahrungen dahinter – was könnten sie also in unsere Zeit bedeuten?
Ich habe noch nie Essen vom Himmel regnen gesehen. Ich denke an viele Gratis-Dinge, hinter denen meist eine Werbemasche steckt. Will uns Gott in eine Falle locken?
Sicher nicht.
Es gibt eine menschliche Antwort auf meine Fragen. Diese Antwort heißt Jesus.
Er hat mit seinem Verhalten und mit seinem ganzen Leben bis zu seinem Tod auf die Frage Antwort gegeben, wie Gott uns entgegenkommt.
Obwohl sich Jesus manchmal auch aufgrund des großen Andrangs zurückziehen wollte, hat er sich dennoch immer wieder für die Menschen geöffnet. Weil er mit ihnen mitfühlte. An Jesus sehen wir das lebendige Wesen Gottes.
Aber jetzt kommt für mich das Entscheidende für uns:
Jesus sagt angesichts der vielen hungernden Leute zu seinen Jüngern: Gebt ihr ihnen zu essen. Und damit hat er sicherlich nicht nur Brot gemeint, sondern auch Zuwendung.
Wenn wir nach Gottes Antwort auf unsere Hoffnungen und Bitten fragen, werden wir zugleich auch eingeladen, selber diese Antwort zu sein und zu leben.
Wo kannst du zum Brot für andere werden? Für wen heute? Wie?

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